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Autoreifen - Winterreifen, Sommerreifen, Allwetterreifen?

Der richtige Reifen ist im Straßenverkehr plicht

Sommerreifen

Die Gummimischung von Sommerreifen ist für hohe Temperaturen ausgelegt und ermöglicht dem Fahrer hohe Geschwindigkeiten bei relativ geringer Abnutzung der Reifen. Ein Sommerreifen muss gute Bremseigenschaften bei Trockenheit und Nässe aufweisen sowie das Problem des Aquaplaning (vorübergehende Unterbrechung des Kontaktes zwischen Fahrbahn und Reifen bei Nässe) beherrschen.

Winterreifen

Winterreifen sind dagegen für niedrige Temperaturen optimiert und ermöglichen damit eine bessere Bodenhaftung bei winterlichen Straßenverhältnissen. Sie verfügen neben dem normalen Profil über so genannte Lamellen, die eine Haftung beispielsweise auf lockerem Schnee ermöglicht. Winterreifen sind in der Regel mit dem M&S-Symbol gekennzeichnet, neuerdings zusätzlich noch mit einer Schneeflocke. Für den Winterreifen ist eine hohe Bodenhaftung bei winterlichen Matsch- und Schneeverhältnissen besonders wichtig.

Allwetterreifen

Neben diesen zwei großen Gruppen gibt es noch die so genannten Allwetterreifen oder Ganzjahresreifen. Diese Reifen stellen einen Kompromiss zwischen Winterreifen und Sommerreifen dar und eignen sich für Regionen, bei denen die Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer nicht so groß sind.

Der richtige Reifen

Einen allen Autoreifen gemeinsamer wichtiger Aspekt ist die Einhaltung einer gewissen Profiltiefe der Reifen. Wenn die Profiltiefe extrem nachlässt ist die Bodenhaftung von Sommer- oder Winterreifen nachhaltig gefährdet. Weiterhin spielt das Alter der Reifen eine große Rolle, da je älter ein Reifen ist, die Gummimischung zunehmend härter wird und damit die Anpassungsfähigkeit nachlässt.  Daraus ergibt sich auch, dass es für den Fahrzeugführer unumgänglich ist, zu jeder Jahreszeit mit den richtigen Reifen zu fahren. Wer beispielsweise im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist läuft Gefahr, durch extrem lange Bremswege wegen unzureichender Bodenhaftung Unfälle zu verursachen.

Winterreifenpflicht

Seit Mai 2006 gibt es in Deutschland einen saisonbedingte Pflicht für Autofahrer, Winterreifen auf zu ziehen. Das bedeutet, dass PKW den Wetterverhältnissen entsprechend ausgerüstet sein müssen, das betrifft unter anderem das Frostschutzmittel in der Scheibenwisch-Anlage und vor allem die Bereifung des Autos. Allerdings wurde diese Verordnung vom Gesetzgeber mal wieder derart schwammig ausformuliert, dass wieder niemand genau weiss, wie das nun zu interpretieren ist. Tatsache ist aber, dass ein Sommerreifen im Winter keine angemessene Bereifung darstellt und wenn mit dieser Fahrzeugkonfiguration ein Unfall verursacht wird, wird es teuer:
Sommerreifen im Winter sind grob fahrlässig. Wer im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist und dadurch den Verkehr behindert, muss mit 40 Euro Strafe plus einen Punkt in Flensburg rechnen. Wer einen Unfall verursacht verliert mit goßer Wahrscheinlichkeit seinen Versicherungsschutz.